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Südkoreanerin von Tintenfisch geschwängert!

Die Nachricht klingt extrem skurril, aber in Asien gibt es ja einen gewissen Faible für Hentai (erotisches Anime). Da spielen dann gerne auch einmal Tentakel eine Rolle, besonders überraschen sollte es da nicht, dass ausgerechnet eine Südkoreanerin von einem Tintenfisch schwanger wurde...

Frau streckt angeekelt die Zunge raus

Schwanger von einem Tintenfisch - Was steckt hinter der skurrilen Geschichte?

Zunächst einmal: Natürlich hatte die Frau keinen Sex mit dem Tintenfisch, sondern der Kopffüßer landete bei ihr auf dem Teller. Das ist in europäischen Gefilden kein Problem, denn hier werden Tintenfische in der Regel ja fein filetiert und angebraten und zuvor werden die Sexualorgane entfernt. In Asien allerdings gilt lebender Fisch als Delikatesse.

Zwar verspeiste die 63-jährige Südkoreanerin den Tintenfisch gekocht, doch das Tier war noch Besitz seiner Fortpflanzungsorgane. Bei einem falschen Bissen zerkaute sie die Spermatophoren (Sperma-Kapseln) des Tintenfisches, woraufhin Tintenfischsperma in ihren Mund lief. Das Beißen und Brennen brachte die Frau immerhin davon ab, den Tintenfisch weiter zu verspeise, stattdessen spuckte sie den Happen wieder aus.

Tintenfischgericht auf Teller präsentiert

Nach wenigen Stunden suchte sie einen Arzt auf, denn sie verspürte weiterhin ein unerträgliches Brennen im Mund- und im Rachenraum. Und tatsächlich soll sich das Sperma nicht nur im Mund der Koreanerin verteilt haben, sondern auch unter der Schleimhaut eingenistet. Dies kann bei Tintenfischsperma recht schnell passieren, da eine gewebezerstörende Substanz enthalten ist.

Genauer gesagt hatten sich die 12 käferähnlichen Sperma-Kapseln in ihrem Mundraum eingenistet. Neben einem Brennen spürte sie sogar ein leichtes Kribbeln im Mund, ganz so als habe man Käfer in ihrer Schleimhaut ausgesetzt, die sie nun beißen. Der Fehler lag allerdings bei der Frau selbst.

Dass die rohen Spermatophoren des Tintenfisches überhaupt in den Mund gelangen können, ist vor allem falscher Zubereitung geschuldet. Bei dem Tier übrigens handelte es sich um den Todarodes Pacificus (Japanischer Flugkalmar).

Wie viel ist dran an der Geschichte - Tintenfischschwangerschaften für Klugscheißer?

Ganz neu ist die Story übrigens nicht, bereits 2012 machte sie in verschiedenen englischen Tabloids die Runde. Und im Faktencheck gilt es zunächst einmal, einen wichtigen Unterschied festzuhalten: die Frau wurde besamt und nicht geschwängert.

Tintenfischgericht

Zur Schwangerschaft würde die Befruchtung eines Eis gehören, die Dame hätte also auch noch auf sehr unglückliche Art und Weise eine Tintenfischdame verspeisen müssen. Und selbst dann hätten die Bedingungen im Mundraum vermutlich nicht gereicht. Die Spielverderber von Snopes geben also schon mal zu bedenken, dass "schwanger" hier mit großen Anführungszeichen zu verstehen.

Es waren definitiv keine Babytintenfische, die sich in ihrem Mund eingenistet hatten, sondern lediglich die Sperma-Kapseln. Alles eigentlich nur ein bisschen weniger skurril und mindestens genauso ekelhaft. Diese sehen allerdings käferähnlich aus. Ein Laie mag also geneigt sein, diese mit Tintenfischbabys zu verwechseln. Und immerhin hingen der Südkoreanerin die Spermatophoren auch in Zunge, Zahnfleisch und Innenseite der Wange.

Dass die Spermatophoren sich überhaupt einnisten konnten, lag dabei nicht nur an einem festen Biss, sondern auch am Tintenfisch selbst. Der haftete sich nämlich derartig hartnäckig an den Mundraum der Dame, wie er es sonst nur bei der Begattung täte. Die Spermatophoren würden sich bei der Paarung nämlich an die Eier des weiblichen Flugkalmars haften. Dies erfordert ein festes Zulangen der Sperma-Kapseln, welches mitverantwortlich für den Schmerz war.

Sowohl diese Story als auch alle anderen Berichte über vermeintlich geschwängerte Restaurantbesucher oder Anhänger koreanischer Hausküche sind also leicht übertrieben. Nicht dass die Besamung im Mund einem nicht lebenslang den Appetit auf Kopffüßer ruinieren würde.

Na dann mal Guten Appetit!

Wenn du nur ungerne Tintenfischsperma im Mund hast, dann musst du vor dem kulinarischen Genuss nur die Innereien entfernen. Und in Knoblauchöl gebraten ist der Kalmar für europäische Gaumen ohnehin noch einmal delikater. Kaufst du Tintenfisch hier im Supermarkt oder auf dem Wochenmarkt, musst du dir ohnehin keine Sorgen machen, denn die Organe werden hierzulande restlos entfernt.

Ansonsten gilt die alte Weisheit, dass im Rachen noch niemand schwanger geworden ist. Auch nicht vom Tintenfisch.

Bildnachweise Fotolia:
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3. Bild @ Chaded

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2. Bild @ Syda Productions

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