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Neue Studie belegt: Wir sind alle homosexuell

Vielleicht haben wir es tief in unserem Inneren schon immer geahnt. Niemand ist psychologisch gesehen nur hetero. Eine amerikanische Studie zeigt, dass wir alle von beidem etwas in uns haben, also weder 100 prozentig hetero- noch homosexuell sind.

2 Männer mit Regenbogenarmbändern formen ein Herz mit der Hand

Ein bisschen bi schadet nie? Es scheint so, als ob die Natur uns das schon in die Wiege gelegt hat und wir uns dann später entscheiden, welche Richtung wir favorisieren.

An obigem Sprichwort scheint also durchaus etwas dran zu sein. Die neueste in den USA durchgeführte Studie besagt: 100 Prozent hetero? Mission impossible! Bisher hatten sich Wissenschaftler bei psychologischen Tests, die die menschliche sexuelle Erregung dem anderen oder dem eigenen Geschlecht gegenüber genauer unter die Lupe nehmen, immer nur auf die individuelle und subjektive Wahrnehmung ihrer Testpersonen verlassen. Doch diese sollte kritisch bewertet werden.

Oder würdest du zugeben, dass es dich erregt, wenn sich zwei Personen des eigenen Geschlechts küssen und streicheln, sofern du heterosexuell orientiert bist? Nicht unbedingt, oder? Vielleicht ist es dir einfach nur peinlich. Oder du bist durch gesellschaftliche Vorgaben und Verflechtungen möglicherweise (unbewusst) beeinflusst und antwortest dann entsprechend. Um das herauszufinden, hat eine Gruppe US-amerikanischer Forscher an der Cornell University eine völlig andere Testmethode gewählt, die sich auch nicht über unseren Willen steuern lässt: die Erweiterung unserer Pupillen.

zwei Männer kuscheln im Bett

Was bin ich denn nun? Lesbisch, schwul, bi oder straight?

Die Ergebnisse der Studie jedenfalls sind hochinteressant. Studienleiter und Psychologe R. C. Savin-Williams berichtete im "Broadly"-Magazin davon, dass im Test auch heterosexuelle Teilnehmer sexuelle Erregung zeigten, die Menschen des eigenen Geschlechts beim Sex oder Masturbieren beobachteten. Diese Erkenntnisse lägen nahe, dass kein Mensch 100-prozentig homo- oder heterosexuell ist. Ein bisschen bi ist durchaus auch dabei!

Freundinnen fallen sich in aller Öffentlichkeit um den Hals und küssen sich zur Begrüßung und zum Abschied (auch auf den Mund); ein mittlerweile durchaus vertrautes Bild in unserer Gesellschaft, an dem sich keiner mehr stört. Niemand würde gleich die Vermutung äußern, dass diese beiden Frauen lesbisch sind. Sie könnten es trotzdem sein, aber bi wäre gar nicht so abwegig

Warum soll eine dieser Frauen (oder beide) nicht sowohl auf Männer als auch aufs eigene Geschlecht abfahren? Werden jedoch zwei Männer bei Ähnlichem beobachten, läge sofort mehr als nur genau diese Vermutung nahe, dass die beiden Jungs schwul sein könnten (wenn nicht sogar müssen). Sei ehrlich, was würdest du bei den beiden Szenarien jeweils denken? Ganz ähnlich, oder?

Wie die Studie zeigt, lässt sich eine Schlussfolgerung hinsichtlich der sexuellen Orientierung von Männern und Frauen doch nicht so simpel ziehen. Es gibt nicht nur zwei Schubladen; da müssen wir wohl doch noch eine weitere öffnen.

Augen sind der Spiegel unserer Gefühle

Savin-Williams erklärt, was diese Testmethode ausmacht: "Unsere Studie schätzt sexuelle Orientierung ein, indem wir uns die Augen ansehen und ob sie sich erweitern oder nicht. Man kann die Erweiterung nicht kontrollieren." Ist aufgrund dieser Studie nun widerlegt, dass wir entweder homo- oder heterosexuell sind?

Lesbenpärchen umarmt sich

Bisher gelten bisexuelle Menschen in unseren Köpfen immer noch als Ausnahme und sind im Zweifelsfall auch eher weiblich. Diese Ansicht wird durch die Erkenntnisse dieser neuen Studie gehörig auf den Kopf gestellt. Der Psychologe bringt unsere bisherige Sichtweise mit nachfolgender Aussage auf den Punkt: "Wir sind bisher immer von überwiegend heterosexuellen Frauen ausgegangen, die es aber, wenn mal die richtige vorbeikommt, mit einer Frau ausprobieren würden. Wir haben gedacht, dies sei ein weibliches Phänomen."

Die Wissenschaftler - und letztendlich auch uns Leser - wurden eines Besseren belehrt. Während der Studie wurden heterosexuellen Männern Bilder masturbierender Frauen gezeigt. Der Effekt war naheliegend. Die Pupillen der Männer erweiterten sich aufgrund sexueller Erregung. Die gleiche Reaktion zeigten sie jedoch auch bei Bildern eines Mannes, der sich selbst befriedigte. Der Studienleiter bestätigt das: "Ihre Augen erweiterten sich ein bisschen. Daher können wir tatsächlich physiologisch beweisen, dass Männer nicht entweder straight, schwul oder bi sind."

Interessant, oder etwa nicht? Es steckt also von allem etwas in uns drin, ob Mann oder Frau spielt keine Rolle.

Also sind wir alle ein bisschen bi!

Und wie sieht's bei dir aus? Entwickelst du beim Anblick einer masturbierenden gleichgeschlechtlichen Person wie die Probanden der Studie ebenfalls Lustgefühle? Oder weißt du längst, dass dem so ist, würdest es bei einer normalen Befragung aber nicht zugeben?

Wir finden das "Phänomen" gar nicht schlimm. Betrachten wir das eigene Geschlecht bei sexuellen Handlungen, ist uns das doch irgendwie vertraut. Vielleicht interessiert es uns, wie "es" andere Frauen oder Männer machen - und da ist es doch kein Wunder, dass wir das anregend finden - die einen mehr, die anderen weniger.

Bildnachweise Fotolia:
1. Bild © Syda Productions
2. Bild © vladorlov
3. Bild © mangpor2004

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1. Bild @ ielanum
2. Bild @ diy13

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